50. Kreisvolksmusiktag am 8. Oktober 2017 in Langenpreising

Ein reicher Schatz an klingendem Brauchtum

Der Kreisvolksmusiktag in der Bogenhalle in Langenpreising am vergangenen Sonntag gedieh zu einem Höhepunkt im Festjahr zur 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Langenpreising. Und die Traditionsveranstaltung selbst feierte auch einen „runden“: 50 Mal gab es sie jetzt schon. Kreisvolksmusikpfleger Reinhard Loechle als künstlerischer Gesamtleiter hatte nicht weniger als 17 Gruppen mit 100 Aktiven und 34 Beiträgen zu koordinieren und zu moderieren.

Dazwischen wuselten rund 40 ehrenamtliche Helfer herum, um nicht nur die Mitwirkenden, sondern auch die rund 500 Gäste zu versorgen. Dazu hatten schon im Vorfeld unter anderem die fleißigen Bäckerinnen und Bäcker nicht weniger als 31 Kuchen gezaubert. „Die müssen gegessen werden! Auf geht’s!“ kam es aufmunternd vom Kuchenbuffet. Der ganze Nachmittag war eine logistische Meisterleistung, aber auf die Langenpreisinger Vereine ist eben Verlass.

Bürgermeister Peter Deimel, der sich um die Großveranstaltung bemüht hatte, wurde von Loechle mit den Worten zitiert: „Wir packen das!“ Um ein Grußwort gebeten fasste er sich wie üblich kurz, zitierte den Sinn solcher Veranstaltungen aus Internet-Quellen und beließ es ansonsten beim Musik-Genuss, genau wie übrigens die Ministerin Ulrike Scharf auch. Später kam auch der Schirmherr Landrat Martin Bayerstorfer zu einem Grußwort. Da hatte der aber den wohl spannendsten nicht-musikalischen Beitrag schon verpasst:

Alfred Pichlmaier aus Fraunberg, der Instrumentenbauer, gilt als einer Männer der ersten Stunde. „Der ist schuld!“ moderierte ihn Loechle an, und Pichlmaier erzählte, dass der Kreisverein für Heimatpflege immer wieder die Vereine unterstützt habe, die sich mit Volksmusik befassen. Das aber sei ja längst nicht alles. „Wir müssen schauen, was sich im Landkreis an Familienmusik zusammengetan hat.“ So zitierte er die Überlegungen von damals, die in den ersten Kreisvolksmusiktag im Reiter-Saal in Wartenberg gemündet hätten. „Die Resonanz in der Bevölkerung war groß“, erinnerte er sich weiter.

Wie recht er damit hatte zeigte der Blick in die Bogenhalle, wo kurz vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung die Plätze knapp zu werden drohten. Die Bogenhalle wurde zu einem großen Hoagarten, die Gruppen sangen und spielten zumeist vom Platz aus, was Umbaupausen vermied. Ein enorm diszipliniertes Publikum bemühte sich ehrlich um Ruhe, so dass auch die leisen Töne bis in die hinterste Ecke vordringen konnten. Das liebevoll zusammengestellte Programm bot einen spannenden Querschnitt durch die Volksmusik, und es waren tatsächlich viele Gruppen dabei, die nicht in Vereinen organisiert sind, und für die dieser Nachmittag eine Gelegenheit war, vor einem großen Publikum zu spielen. Und sie nutzten diese Chance auch konsequent, sei das der Spielkreis Langenpreising oder die Reithofner Zwoa. Aber nicht nur Zuhören war gefragt, sondern auch aktives Mitsingen, wie bei einem Hoagarten üblich: Das Programmblatt war zugleich Notenblatt für die Gäste, und Loechle hatte eine große Freude an den vielen, die mitsingen wollten und konnten.

Beim 50. Kreisvolksmusiktag am Sonntag wirkten mit: Strogentaler Blasmusik, Jagdhornbläser Langenpreising, Klarinettenmusi Faltermaier, Landfrauenchor, Fraunberger Ziachfreunde, Reisener Sängerinnen, Kreismusikschule-Tastenstreich, Buchsbaumer Zwoagsang, Buache Saitnschinder, Sache-Bäuerinnen, Spielkreis Langenpreising, Dudelsacktrio, Hi&Do, Reithofner Zwoa, De Hoglbuachan.

Klaus Kuhn

 

kvmt   Unbenannt

Bilder © Sylvia Stadler

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